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[infowar.de] Bilder jubelnder Palästinenser waren inszeniert



Infowar.de, http://userpage.fu-berlin.de/~bendrath/liste.html
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Hallo,

Statt "Fälschung" würde ich eher "Inszenierung" sagen - immerhin waren
die Leute ja echt, wussten bloss nicht, in welchen Kontext ihr Jubeln
gestellt wird. 

Die ganze Aufregung erscheint mir inzwischen allerdings doch etwas
künstlich, da es auch massenhaft Leute gab, die echt gejubelt haben. Mal
im Ernst: Welcher Journalist hat nicht schon gezielt Leute angesprochen,
weil er dieses oder jenes Zitat noch haben wollte? Die Grenze ist da
recht fliessend. 

Interessant wäre eher mal eine generelle Analyse der Medienmechanismen
im Rahmen der Terror-Berichterstattung. Kennt da jemand schon was?

Grüße, Ralf

28.09.2001 de.internet.com
http://de.internet.com/artikel/index.jsp?2008795

Terroranschläge: Bilder jubelnder Palästinenser waren eine Fälschung

ARD-Magazin 'Panorama' und 'Stern' bringen Enthüllung

Nur wenige Stunden nach den verheerenden Anschlägen in den USA gingen
die
Bilder um die Welt, die Ekel und Abscheu erregten: Jubelnde
Palästinenser,
die den tausendfachen Tod Unschuldiger feierten. Eine ältere Frau, die
vor Freude tanzt, Kinder mit dem "Victory"-Zeichen, ein vor Freude
Süßigkeiten
verteilender Restaurantbesitzer gingen millionenfach auf die
Fernsehbildschirme.
Das einzige Problem: Der Bericht war in dieser Form eine Fälschung der
Medien, das belegen Berichte des ARD-Magazins 'Panorama' und des Magazin
'Stern'.

Der 'Stern' brachte in seiner Ausgabe vom 20.9. einen Bericht über ein
Interview mit der tanzenden Palästinenserin. Sie heißt Fatma Hussein und
verkauft jeden Tag ihr Gemüse in der Jerusalemer Altstadt. Damit ernährt
sie eine 20-köpfige Familie - ihr Mann und ihre Söhne sind arbeitslos.
"Es war schon Nachmittag, als Fatma plötzlich aufgeregte Stimmen hörte.
Sie sah Fotografen und Kameraleute. Neugierig ging sie in Richtung der
lärmenden Gruppe. Und dann ging alles sehr schnell. Vor dem
Süßwarenladen
'Eiffel' hält ihr jemand einen Teller mit Knafeh hin. Fatmah liebt diese
palästinensische Spezialität. Bevor sie zugreifen kann, ruft ein
Kameramann
dicht neben ihr auf arabisch: 'Du kriegst es, wenn du jetzt jubelst.'
Und
Fatma jubelt. Der Konditor Hussem Maraka, von dem die Süßigkeiten
stammen,
bestätigt diese Aussagen und erzählt, dass auch Kinder so für den
gefilmten
"Freudentaumel" gewonnen wurden, so der Bericht des Magazins.

Panorama: "Bei genauer Betrachtung des vollständigen, nicht gesendeten
Bildmaterials fällt auf, dass es auf der Straße drum herum ruhig ist.
Nur
vor der Kamera eine Gruppe aufgekratzter Kinder. Die Frau, die mit ihrem
Freudentaumel in Erinnerung bleibt, geht kurz darauf ungerührt weiter.
Auffällig ein Mann in einem weißen T-Shirt. Er stachelt die Kinder an,
und er holt immer wieder neue Leute ran." Die Frau sagt heute, sie
selbst
sei entsetzt gewesen, als sie die Bilder im Fernsehen sah. Niemals habe
sie sich über den Anschlag auf die USA gefreut.

Vom Drehort in Jerusalem hatte eine Bildagentur laut 'Panorama' das
Material
nach London überspielt, zur Zentrale. Von hier aus wird es an
Fernsehsender
in der ganzen Welt verteilt - unter dem Titel: Palästinenser feiern in
Jerusalem. Per Satellit kommen die jubelnden Palästinenser auch nach
Deutschland.


Dennoch gab es spontane Jubelfeiern

Dennoch gab es sie, die spontanen Jubelfeiern: Laut 'Stern' in
Westbank-Städten
wie Tulkarem, Hebron und Ramallah. Allein in Nablus hatten sich, wie
Augenzeugen
laut dem Magazin bestätigen, in den Straßen 4000 Menschen versammelt.
Sie
riefen "Allahu Akbar" und "Tod den Amerikanern". Palästinensische
Polizisten
feuerten vor Begeisterung aus ihren Pistolen in den Himmel. Von diesen
Aufläufen gäbe es laut 'Stern' Bildmaterial und Videos. (as)

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